Das AIT präsentiert Abschlussergebnisse der Leistungsautarkie-Studie

12.07.2012 16:00

Der Energiepark und das AIT bringen die Studie "Leistungsautarkie im Römerland" zum Abschluss.

Hier sind vorläufig ein paar Ergebnis-Häppchen:

 

1) Analyse des derzeitigen Standes der Leistungsautarkie:

Das untersuchte Netzgebiet des Römerlandes ist durch die hohe Anzahl an erneuerbaren Energien zu ca. 98% energieautark bezogen auf die Stromerzeugung. Im Gegensatz dazu liegt die Leistungsautarkie, d.h. die zeitgleiche Strom-Erzeugung und der Strom-Verbrauch, bei "nur" 52%. Die regenerativen Energie schaffen es also im Betrachtungsgebiet in Jahressumme den benötigten Strom zu erzeugen, aber lediglich nur zu 52% auch dann Strom zu liefern, wenn er benötigt wird.

2) Quantitative Abschätzungen zur Maximierung der Leistungsautarkie:

Weiterhin wurden in der Studie verschiedene Szenarien erstellt, inwieweit ein weiterer Zuwachs an Erneuerbaren Energien (Wind, PV) die Leistungsautarkie steigen würde. Ein weiterer Zuwachs an Erneuerbaren Energien steigert die Leistungsautarkie dabei nicht signifikant, aufgrund der hohen Stromerzeugungsvarianz (0-100%). Es wurden zudem verschiedene Speicherlösungen untersucht, die Spitzenstrom zwischenspeichern und bei Stromengpässen Elektrizität an das Netz abgeben können. Dabei hat sich die Pumpspeichertechnologie als die optimalste Lösung im Vergleich herausgestellt, da es die hervorragendsten Speichereigenschaften aufweist. Jedoch in Anbetracht  fehlender Wirtschaftlichkeit (einfaches Laden/ Entladen des Speichers nach Marktbedingungen)  ist es im Moment keine realisierbare Lösung. Es sollten verschiedene Speicherstrategien (Peak-Off-Nutzung, Peak-on Nutzung, Bereitstellung von Regelenergie, etc.) in nachfolgenden Studien untersucht werden.

 

Jeder der sich näher für die Ergbnisse Interessiert, soll sich im Energiepark bei Sören Skupien melden:

  [ s.skupien@energiepark.at ]  

für weiterführende Information zum Projektpartner AIT:

http://www.ait.ac.at/